Brauche ich eine Hunde OP Versicherung?

hunde opEin Hund ist für die meisten Menschen vielmehr als nur Haustier, er ist ein vierbeiniges Familienmitglied.

Und wie bei jeder Person, die zu den eigenen Angehörigen zählt, sorgt man sich auch beim Hund um dessen Gesundheit und steht deshalb immer wieder vor einer schwierigen Frage: Braucht man eine Hunde OP Versicherung, um dem Tier möglicherweise das Leben retten zu können, wenn eine Operation unausweichlich ist?

Was genau ist eine Hunde OP Versicherung?

Viele Versicherungsunternehmen wissen um die enge emotionale Verbindung zwischen Hund und Mensch und sind sich auch bewusst, dass jede Operation im Normalfall den Halter des Tieres vor die Entscheidung stellt, ob er dieses leben oder sterben lässt. Denn eine Operation für einen Hund verschlingt schnell einen vierstelligen Betrag. Ohne Versicherungsschutz geht diese zu einhundert Prozent zu Lasten des Halters. Kaum jemand kann einfach so 1.000 bis 2.000 Euro für das Tier ausgeben. Und wenn nicht nur eine Operation nötig ist, um das Leben des Hundes zu retten, sondern mehrere (wie zum Beispiel beim Ersetzen von Gelenken oder bei Herzoperationen), dann ist das Schicksal des Hundes in der Regel besiegelt, weil der Halter schlicht die Kosten nicht bezahlen kann. Genau an diesem Punkt setzt die Hunde OP Versicherung an: Für einen geringen monatlichen Beitrag sichert die Versicherung die Kosten für eine Operation ab.

Dies bedeutet, als Halter ist man die Angst sowie die Sorge los, dass man seinem tierischen Familienmitglied die lebensnotwendigen Operationen möglicherweise nicht bezahlen kann. Allerdings gibt es eine Wartefrist. Versicherungen bauen diese, die in der Regel zwischen 30 und 90 Tagen liegt, in die Verträge ein, um zu verhindern, dass die Hundehalter einfach erst dann eine Versicherung abschließen, wenn das Tier die OP dringend braucht. Die Wartefrist greift allerdings nicht in dem Fall, in dem ein unverschuldeter Unfall dazu zwingt, eine Operation durchzuführen.

Zahlt die Hunde OP Versicherung in jedem Fall?

Interessanter ist die jedoch die Frage, ob die Hunde OP Versicherung in jedem Fall für die Operationskosten des Tieres aufkommt, denn dies ist nicht notgedrungen immer so. Es gibt generell zwei Ausnahmen: Eingriffe, die als unnötig angesehen werden (es gab Fälle, in denen Halter Schönheitsoperationen bezahlt bekommen wollten) tragen Hunde OP Versicherungen nicht. Allerdings wird jeder Eingriff, der vom Tierarzt dringend empfohlen wird, auch als nötig empfunden. Ungleich komplizierter wird es, wenn die Versicherung eine Jahreshöchstgrenze bei der Kostenübernahme eingebaut hat. Dies ist zwar bei der spezialisierten Hunde OP Versicherung so gut wie nie der Fall, dennoch gibt es diese Situationen. Die Höchstgrenze liegt dann zwischen 3.000 bis zu 5.000 Euro. Wenn schon ein Eingriff zwischen 1.000 und 2.000 Euro kostet und weitere Operationen folgen müssen, läuft man sehr schnell Gefahr, über die Kostengrenze zu rutschen. Es ist eine Frage der persönlichen Abwägung: Akzeptiert man die Jahreshöchstgrenze, dann sinken die Beiträge ab und für eine schwere Operation reicht auch die Jahreshöchstgrenze auf jeden Fall aus. Akzeptiert man sie nicht, dann zahlt man zwar mehr, aber hat im Gegenzug die Sicherheit, dass der Hund immer die medizinische Versorgung bekommt, die er auch braucht.

Ist eine Hundekrankenversicherung die bessere Alternative?

HundekrankenversicherungDie Hunde OP Versicherung ist in jedem Fall die richtige Entscheidung, um sicher sein zu können, dass im Notfall das Familienmitglied Hund die lebenswichtigen Operationen bekommt, die er benötigt. Die Kosten dafür bewegen sich monatlich häufig sogar unter zehn Euro. Dies führt aber zwangsläufig, ob man sich wirklich nur für die spezielle OP Versicherung entscheiden sollte oder gleich eine vollständige Hundekrankenversicherung abschließt. Der Vorteil ist eine weitgehende Versorgung. Nun werden auch Kosten für den Tierarzt getragen und eine Medikamentenbehilfe wird ebenfalls gewährt. Die Gebühren sind durchschnittlich etwas höher als bei der speziellen Versicherung, doch mehr als 240 Euro pro Jahr muss in der Regel nicht einplanen. Es gibt allerdings eine Schattenseite: Diese Preise sind durch zwei Dinge erkauft. Zum einen zahlt die Hundekrankenversicherung beispielsweise oft nicht. So gut wie sind präventive Maßnahmen abgedeckt. Und noch schlimmer: Es gibt so gut wie immer die Jahreshöchstgrenze für die Kostenübernahme bei Operationen sowie bei der Medikamentenbeihilfe. Im Ernstfall hat man also immer das Risiko, dass die Kostenübernahme nicht reicht und dem Hund trotz Versicherung die er braucht. Man geht also ein Risiko ein, dass gerade im Fall der Operationen größer ist, als wenn man sich für die spezielle Versicherung entscheidet, die nur die Eingriffe abdeckt.

Fazit

Die Menschen fühlen sich ihren Hunden in der Regel emotional eng verbunden. Die Behandlungskosten der Tiere sind, aber gerade bei Operationen zu hoch, als dass sie diese ohne zusätzliche Versicherung zahlen könnten. Die Hunde OP Versicherung ist diesbezüglich die richtige Entscheidung, denn mit einem verhältnismäßig geringen Kosteneinsatz kann man auf diese Weise die Sicherheit bekommen, dass die Eingriffe am Tier auf jeden Fall bezahlt werden können. Eine allgemeine Hundekrankenversicherung bedeutet zwar finanzielle Unterstützung auf weiteren Gebieten, doch durch die Jahreshöchstgrenze bei der Kostenübernahme für Operationen bedeuten sie bei den Eingriffen ein Risiko, dass höher liegt, als wenn man sich für die spezielle Hunde OP Versicherung entscheidet, selbst wenn dise vereinzelt auch eine Jahreshöchstgrenze für die Kostenübernahme bei Operationen kennen.

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