Brauche ich überhaupt eine Hundeversicherung?
November 18, 2010 | Allgemein, Hundehaftpflicht, Hundeversicherung
Eine Hundeversicherung, auch Tierhalterhaftpflichtversicherung genannt, ist immer und für absolut jeden Hund sinnvoll. Viele Hundehalter stellen sich sicher die Frage, ob eine solche Hundeversicherung unbedingt notwendig ist. Diese Frage kann ganz klar mit „Ja“ beantwortet werden, denn im schlimmsten Fall müsste ein Tierhalter hohe Kosten tragen, die üblicherweise eine Tierhalterhaftpflichtversicherung im Schadensfall übernimmt.
Für wen ist die Hundeversicherung Pflicht – für wenn eine Option?
Wie bereits erläutert, kann jeder Tierhalter eine Hundeversicherung abschließen. Dabei geht es nicht um die Rasse oder die Größe des Hundes, denn selbst ein noch so kleiner Hund kann durch nicht vorhersehbare Umstände und Zufälle einen schwerwiegenden Schaden anrichten. Pflicht ist die Hundeversicherung in den meisten Bundesländern für alle Tierhalter, deren Hund größer als 40 cm oder schwerer als 20 Kilogramm ist. Sogenannte Listenhunde unterliegen gesonderter Auflagen und müssen ebenfalls über eine Hundehaftpflichtversicherung verfügen. Welche Regelungen in welchem Bundesland gelten, lässt sich beim zuständigen Veterinäramt oder meist sogar in den Finanzämtern erfragen, welche für den Einzug der Hundesteuern zuständig sind.
Was kann eine Hundeversicherung?
Eine Tierhalterhaftpflichtversicherung unterscheidet sich je nach Versicherungsgesellschaft. Damit ist nicht nur die Deckungssumme gemeint, sondern vor allen Dingen auch der Deckungsumfang. Und wo wir gerade bei Deckung sind: Eine gute Hundeversicherung kommt auch für einen versehentlich passierten Deckakt auf. Ist der unkastrierte Rüde eines Tierhalters „ausgebüchst“ und deckt eine Hündin, würde das den Tierhalter unter Umständen viel Geld kosten. Hier tritt die Hundeversicherung ein. Die Hauptdeckung betrifft aber Sachschäden, Personenschäden und in manchen Fällen auch Vermögensschäden. Sicher hat es einen Grund, warum die Deckungssumme mancher Versicherungen die 10 Millionen Euro Grenze erreicht. Schnell kommen viele hunderttausend Euro zusammen, wenn ein Hund beispielsweise auf die Straße läuft und dadurch einen Massenunfall verursacht. Wer seinen Hund hin und wieder in die Obhut von Bekannten, Familienmitgliedern außerhalb des Haushalts oder dergleichen gibt, sollte bei der Wahl der Hundeversicherung darauf achten, dass diese auch Fremdhütung mit einschließt.

Was kostet überhaupt eine Hundeversicherung?
Die Kosten der Hundeversicherung sind natürlich abhängig vom Deckungsumfang und der Deckungssumme. Auch die Frage nach der Rasse hat ihren Grund, denn Listenhunde kosten meist mehr. Generell kann aber gesagt werden, dass eine Tierhalterhaftpflichtversicherung mit ausreichender Deckungssumme schon ab 10 Euro im Monat erhältlich ist. Nun erübrigt sich die Frage, ob die Hundeversicherung wirklich nötig, denn die Kosten- Nutzen- Rechnung spricht hier eindeutig für den Hundehalter.
Unser Fazit:
Ein paar Euro sollte jeder Hundefreund bereit sein zu zahlen für eine Hundeversicherung, statt im schlimmsten Fall irgendwann auf einem Schuldenberg von mehreren zehntausend Euro zu sitzen. Ein Auto ist schließlich schnell zerkratzt – auch von einem Pudel.







